Angriff auf das Gehirn

seit 2014

Novartis begibt sich für ein besseres Verständnis von Multipler Sklerose auf die „Mission Hirnschutz“.

Das Gehirn ist ein Genie und arbeitet unentwegt: Rund 100 Milliarden Nervenzellen stehen ihm dafür zu Verfügung. Dass wir pro Tag etwa 100.000 davon verlieren, fällt normalerweise kaum ins Gewicht. Vor allem, da das Gehirn diesen Verlust und seine Folgen bei Gesunden selbst ausgleicht, indem es neue Zellen bildet und bestehende Strukturen festigt. Bei Menschen mit Multipler Sklerose (MS) ist das jedoch anders. Wer an Multipler Sklerose erkrankt ist, verliert fünf bis zehn Mal so viele Nervenzellen wie ein gesunder Mensch und das pro Jahr. Diese Zellen sind unwiederbringlich verloren. Die Kampagne „Mission Hirnschutz“ klärt darüber auf und gibt Tipps, wie jeder – egal ob MS-Patient oder gesund – sein Gehirn unterstützen kann.

Bei MS auch an das Gehirn denken

Menschen mit Multipler Sklerose leiden aufgrund der sogenannten Hirnathrophie neben physischen Symptomen wie Geh- oder Sehstörungen deshalb häufig auch unter kognitiven Einschränkungen. Diese äußern sich zum Beispiel als Konzentrationsstörungen oder darin, dass die Betroffenen Informationen nicht mehr so schnell verarbeiten können. Auch Multitasking – das heißt mehrere Dinge gleichzeitig zu tun – fällt ihnen häufig schwer. Bislang stand bei der Behandlung der Multiplen Sklerose die Vermeidung der typischen Schübe im Vordergrund. Doch Menschen mit MS können auch dem übermäßigen Verlust von Nervenzellen im Gehirn und dessen Folgen entgegenwirken. Nur: Dieses Wissen haben die wenigsten Betroffenen. Deshalb hat sich Novartis auf die Mission Hirnschutz begeben, ihr Ziel: Betroffene und ihre Angehörigen über die Gefahr aufklären und gleichzeitig konkrete Hilfestellungen für den Schutz an die Hand geben.

Das Fundament dafür bildet die Website der Mission Hirnschutz. Bei der Erstellung der Seite im Netz stand vor allem im Vordergrund, aufmerksamkeitsstark eine thematische Reise zu entwickeln – von der Leistungsfähigkeit des Gehirns über die Entstehung und die Hintergründe der Atrophie bis hin zu den Schutzmöglichkeiten. Der Anspruch der Seite ist es, Laien auf diesem Weg Expertenwissen an die Hand zu geben, mit dem sie auch fit für das Arztgespräch sind. „Traffic“ für das Thema erzeugte eine Aktion in München, Berlin und Hamburg: Ein Streetart-Künstler kreierte ein überdimensionales Gehirn und zeigte die Einflüsse der MS auf die verschiedenen Bereiche. Erklärungen lieferten eine MS-Nurse und ein Neurologe. Die Passanten konnten gleichzeitig ihre aktuelle kognitive Leistungsfähigkeit testen – und hatten dadurch für den Rest des Tages das Thema Kognition im Kopf.

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